Norwegen- das Land hat viel zu bieten, wenn man alt genug ist!
Ich fuehle mich eigentlich nicht mehr minderjæhrig, weder gesetzlich noch gesellschaftlich. Nicht hier in Norwegen. Vorletztes Wochenende wurde ich um 23 Uhr aus einer Kneipe rausgeworfen- bei einer Feier zu der ich eigentlich eingeladen wurde. Da diese jedoch Punkt 23Uhr offiziell vorbei war, wurden alle unter 20jæhrigen rausgeworfen (was nur ich war). Schon leicht peinlich, wenn es draussen in Strømen regnet, das Fahrrad direkt im Regen geparkt ist, gefuehlte hundert Augen einen anstarren wenn man rausgeht und schon nach einem Schritt draussen plitsch nass ist. In Norwegen geht das Leben so richtig mit 20Jahren los. Kaum etwas geht vorher. Bier, Wein und Zigaretten kønnen ab 18 gekauft werden. Kneipen und Diskotheken ab 20, manchmal auch erst ab 25. Ich habe den ”Rauswurf” in gewisserweise mit einem Lachen genommen, fand es einfach witzig das einmal zu erleben! Da ich noch nie etwas über die strickten Gesetze bezüglich des Alkohols geschrieben habe- es doch als Mitteleuropäer das Erste ist was jedem in Norwegen ins Auge springt- werde ich es hier einmal anführen:
Bier und Wein bekommt man in jedem Supermarkt. Jedoch nicht an Wochentagen nach 20Uhr und Samstags nicht nach 16Uhr. An Wahltagen wird auch kein Alkohol verkauft, Alkohol- und Tabakkwerbung sind in ganz Norwegen verboten. Hochprozentige Alkoholitäten bekommt man im so genannten ”Vinmonopolet”, welches eingeschränkte Öffnungszeiten hat. Über Preise rede ich erst garnicht, dass kann sich jeder selbst denken, wenn die billigste 0.5l Bier Dose 24NOK kostet. (=ca. 2.60Euro). Mittlerweile sehe ich die Preise im Verhältnis, Schokolade die mir am Anfang extrem verteuert schien, nehme ich nun mit ohne mich groß drüber zu ärgern. Was solls’s halt...
Was gibt’s sonst noch Neues?
Ich arbeit oft Abends und am Wochenende in der Touristen Information hier in Alta. Zum einen sehr praktisch Geld zu verdienen zum Anderen wirklich eine interessante Erfahrung! Da es enorm viele deutsche Wohnmobil Touristen sind (jedes dritte Auto auf der Hauptstraße durch Alta ist ein Wohnmobil aus Deutschland), ist es nur praktisch drei Sprachen zu können. Ein großer Nachteil der Arbeit ist, dass ich eine gewisse Antipathie gegen Wohnmobilreisende entwickelt habe. Die Touristen fahren mit ihren vollkommen ausgestatteten Häusern durch wunderbare Natur, schauen aus dem mit blümchen Gardinen behängten Fenstern und machen jeden schönen Fleck am Fjord zu ihrem Eigen. Am besten sind immernoch die Wohnmobile wo bei der Windschutzscheibe zwei Teddys sitzen und drunter steht: ”Traude und Bernd auf Reisen”...Ich nehme es mit einem Lächeln.
Langsam macht sich auch Abschiedstimmung breit. Die Bewohner fragen immer öfter, ob ich mir nicht mitlerweile einen norwegischen Mann gesucht habe, damit ich hier bleiben kann. Bernhard und Ich haben einen großen Abschluss/Abschieds/Sommerball geplant. So möchte ich die Bewohner mit einem lächelnden Auge verabschieden und ihnen einen schönen Abend zurück geben für die wunderbaren Momente mit ihnen. Es wird sicher kein leichter Abschied, da ich jetzt aber zwei Wochen Ferien habe, bleiben nur noch zwei Wochen in Betania. Ich wünsche allen einen angenehmen Sommer und hoffe, dass ihr einige Sonnenstrahlen in den Norden schicken- noch ist nicht viel davon angekommen... Liebe Grüße von Tina
Mittwoch, 7. Juli 2010
Montag, 17. Mai 2010
HURRA FOR NORGE!
Montag, 10. Mai 2010
Eine Atombome über unserem Auto am Altafjord
„Tina, setz dich doch mal zu mir!“, ruft mir ein älterer Herr von der Couch aus zu. Mit meiner Tasse Tee in der Hand, habe ich mich gegenüber von ihm gesetzt.
„Weißt du ich bin krank.“ Mit diesem einfachen Satz begann eine Unterhaltung, die ich nicht vergessen werde. Ein schizophrener Mann erklärt mir was Schizophrenie ist, wie diese sich auf ihn auswirkt und was er darüber denkt. Er erklärt und erläutert mir sein Krankheitsbild so sachlich und detailliert, wie ich es nicht erwartet hätte. Dieser Mann, der eine psychische Krankheit seit Kindertagen hat, konnte so abstrahiert und von sich erzählen, als wenn ein Psychologe mir gegenüber gesessen und von diesem Mann erzählt hätte. Nach über einer Stunde philosophieren und die Psyche des Menschen versuchen zu erklären, meinte er: „Schön, dass du dich gesetzt und mir zugehört hast.“ So etwas ist für mich selbstverständlich. Ich bin im Dagsenter/Møteplassen (Tageszentrum/Treffpunkt) zweimal wöchentlich, zum zuhören und erzählen. Diese Art Cafe mit Aktivitätsraum bietet jeden Tag Menschen, die in der Umgebung Betanies oder im Raum Alta wohnen, sich dort zu treffen. Es ist in der ersten Etage Betanias. Die Besucher sind alle sehr unterschiedlich, alle haben in ihrer Weise Leiden, oft psychische. Sie wohnen selbstständig und somit ist die Aufgabe vom Dagsenter, die Leute zu sozialisieren und für sie da zu sein. Das wichtigste dabei ist sich zu unterhalten. Mit dem Mann verbindet mich seit der Unterhaltung etwas und ich kann mich in seine unheilbare Situation in gewisser Weise hinein versetzen…
Schizophrenie, was ist das eigentlich? …Ein Mensch mit zwei Persönlichkeiten!, ist oft die einfache Antwort, welche wir irgendwann einmal aufgeschnappt haben. Doch ist dies sehr flach. Schizophrenie wird in sehr unterschiedliche Typen unterschieden, welche sich an den Symptomen orintieren. Es kann gesagt werden, dass die meisten Menschen, die an Schizophrenie leiden, Wahn und Halluzinationen haben, aber auch Störungen der Motorik oder der Emotionen können Symptome sein. Vor einer Woche bin ich zum Beispiel mit mehreren Bewohnern auf Tur (Tour) mit dem Auto gefahren. Bei einem Kaffepäuschen am Fjord schaut mein Beifahrer mit großen Augen in die Luft und meint: „det er en Atombomb!“/ ”da ist eine Atombombe!” Auf der Rückbank des Blå-Busses wurde es auch gleich hektisch und ein großes: „Wooooo?“ wurde gerufen. Ich schaute nach oben und musste schmunzeln. Ein großer, schwarzer Seeadler mit weißem Kopf hatte sich auf Jagd begeben. Ich habe erklärt, dass es ein Adler sei und alle waren beruhigt. Ein paar Minuten später war mein Beifahrer noch aufgeregter und meinte: „det er en store fly!“/ „da ist ein großes Flugzeug!“ Er liebt Flugzeuge und ich habe ihn diesmal nicht berichtigt. Es ist eine Welt, die vieles bunter macht und von unserer Realität abschweift.
Schizophrene Menschen durchleben gewisse Phasen, in denen z.Bsp Halluzinationen vermehrt auftreten. Starke Medikamente versuchen in diesen Situationen die Kranken in unsere Realität „zurück zu holen“. Es ist eine Krankheit die nicht angeboren ist. Bei den meisten Menschen bricht sie zwischen der Pubertät und dem 30igsten Lebensjahr aus. Durch Schlüsselerlebnisse, wie z.Bsp Krieg, kann Schizophrenie auch in der Kindheit ausbrechen. Die Ursachen des Ausbruchs sind nicht vollkommen erforscht, oft sind es jedoch genetische Veranlagungen.
Ich kann sagen, dass schizophrene Menschen unglaublich herzlich sind. Sie haben eine andere Welt, in die ich immer öfter mit eintauchen darf. Ich genieße die Arbeit im Dagsenter, aber auch in der Wohnabteilung „oben“, macht es mir immernoch Spaß. Mittlerweile habe ich regelmäßge Aktivitäten mit einigen Bewohnern, wobei ich von einer Bewohnern jeden Tag an das Schwimmen am Mittwoch erinnert werde...
Montag, 19. April 2010
Guiden, reiseführen durch Alta
Mitte März kam ein riesiges Kreuzfahrtschiff mit über 600 britischen Touristen, welche verschiedene Ausflüge rund um Alta gebucht hatten. Bernhard und Ich haben uns gemeldet, durch Alta zu führen. Es war eine sehr spannende und interessante Erfahrung. Ich möchte einige Sachen über Alta hier aufschreiben, die ich vor dem Guidekurs nicht wusste:
-Alta hat den einzigen Hafen in ganz Norwegen, der direkt neben dem Flughafen liegt
-über 38 Sportverein mit 6000 Mitglieden
-330km Schneescooter Loipe, das bedeutet, dass er mehr Wege für Schneemobile gibt, als für Autos
-nördlichster Kiefernwald der Welt
-Norgwens größtest und das nördlichste Eishotel der Welt (von Januar-April)
-größtes Schiefervorkommen in Westeuropa mit hoher Qualität
-einer der besten Lachsflüsse der Welt, berühmt unter Fischern. Das durchschnittliche Gewicht eines Lachses beträgt 10kg
-Niederschlag beträgt 340mm/Jahr. Berlin hat 2000mm/Jahr und die Sahara hat einen Niederschlag von 400mm/Jahr. Alta ist so trocken wie eine Wüste.
-die frühere, hölzerne Start/Landebahn des Flughafens wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Widerbau der Stadt verwendet und einige Häuser wurden damit wiederaufgebaut
Fakten, die einladen den Norden zu besuchen. Auch wenn in Reiseführern über Norwegen die Region Finnmark oft nur zwei Seiten einnimmt.
Freitag, 9. April 2010
Norwegische Ostern- Norsk Påske



Kvikk Lunsj + Apfelsine + Skifahren = Ostern in Norwegen
Jeder typische Norweger hat es so letztes Wochenende gemacht. Hinaus in die Berge mit Kind und Kegel dort Skigefahren, Apfelsine und Kvikk Lunsj gegessen und die Sonne genossen. Alta war ziemlich leer, da alle die eine Hütte besitzen dort waren, jedenfalls nicht in der Stadt. Grundsätzlich kann ich sagen, dass jede Familie eine Hütte besitzt, die in den Generationen weitergereicht wird. Dort vebringen sie dann das Wochenende gemeinsam, oder genießen über Ostern das intensive Skifahren.
Mein Osterfest war ein sehr spezielles und anderes dieses Jahr!
Es begann damit, dass ich Karfreitag und Ostersamstag gearbeitet habe, um mir später wegen eines wunderbaren Besuches von Freiwilligen aus dem Süden freinehmen konnte. In den Tagen vor Ostern ist es unglaublich warm geworden! Die Sonne wärmt so gut auf, dass ich seit 5 Monaten wieder ohne Strumpfhose eine Jeans anziehen kann! Der Schnee ist ziemlich matschig aber mittlerweile kaum noch verhanden. Es ging sehr schnell. Trotzdem wird sicherlich die ein oder andere Ladung Schnee noch kommen. Gestern saß ich den ganzen Tag draußen in der Sonne und habe die herrlichen Temperaturen genossen!
Ostersamstag ging es für eine Bewohnerin, Bernhard und mich nach Kautokeino. Dort findet jährlich ein Osterfestival statt! Kautokeino liegt im Landesinneren, 3Std Autofahrt von Alta entfernt. Es ist eine samische Stadt und das Osterfestival auch ein Bestandteil der samischen Osterfeiertage. So habe ich meiner samischen Bewoherin frühs geholfen in ihre Tracht zu schlüpfen, alle Broschen und Tücher an der richtigen Stelle festgemacht und im Blå-Bus ging es auf nach Kauto! Dort angekommen haben wir der Weltmeisterschaft im Rentierrennen mitgefiebert und mitgefroren. Die Rentiere und ihre Muschas rennen 1 km in 1.16min. Bis zum Ende haben wir nicht durchgehalten, da der Wind sehr kalt war. Stattdessen haben meine Bewohnerin und Ich uns zum shoppen aufgemacht. Samische Stände gab es überall, von Kleidung aus Rentierfell über Rentierfelle bis hin zu Rentierblut und Fleisch gab es einiges im Angebot. Letztendlich habe ich zusammen mit ihrer Beratung das beste Rentierfell ausgesucht, welches mir in der Zukunft viele Wanderungen erleichtern wird. Großer Bestandteil des Osterfestivals sind auch Konzerte, wie der Samische Grand Prix. Leider fand dieser Samstag Abend statt, wo wir alle sehr müde waren. Es war ein sehr lustiger und spannender Ausflug, nicht zuletzt wegen meiner herzlichen Bewohnerin.
Ostersonntag haben wir Besuch von drei Freiwilligen aus dem Süden Norwegen bekommen. Mit wunderbaren Wetter hat sich Alta mit seiner schönsten Seite gezeigt! Ein Lagerfeuer auf einem Hügel am Fjord und ein Nordlicht haben Ostern wunderschön abgerundet. Das Nordlicht war bestimmt eins der letzten, da es mittlerweile sehr hell ist. Die Sonne geht um 04.52 auf und um 20.16 unter. Endlich habe ich rausbekommen, wie ich auch mit meiner Kamera Fotos des Nordlichts machen kann. Besser spät als nie, trotz ohne Stativ sind sie ganz gut geworden, wie ich finde.
Auf meiner Arbeit läuft es sehr gut. Mit einer Bewohnerin gehe ich Mittwochs zu zweit schwimmen, mit einem anderen Bewohner war ich bei einem ABBA Konzert- ich genieße es sehr! Zwei Tage die Woche arbeite ich im Dagsenter (Tageszenter), welches unter meiner eigentlichen Abteilung liegt. Dort kommen täglich Menschen mit psychischen Einschränkungen oder Drogenproblemen hin. Es ist eine sehr andere Arbeit als „oben“, da Konversationen mehr im Mittlepunkt stehen als Aktivitäten. Mich bereichert es ein wenig Abwechslung zu haben!
Ich genieße den Frühling in Alta und freue mich auf die ersten Blumen, die wahrscheinlich noch eine weile auf sich warten lassen..
Samstag, 20. März 2010
Campen bei -23°C
Eine verrückte Nacht

Eigentlich war es eine sehr spontane Aktion gestern Abend. Bernhards Arbeitskollege, aus Großbritannien, hat uns auf eine Camping Tour eingeladen. Das Wetter war relativ mild in den letzten Tagen und wir waren alle guter Hoffnungen. Ich habe mir das dickste angezogen, was ich besaß, aber diese Nacht war extrem!
Wir sind mit dem Auto 30min nordwerts von Alta gefahren und haben das große samische Zelt in der Wallachei aufgebaut. Umgeben von wunderschön,tanzenden Nordlichtern, die komplett den ganzen Himmel überzogen, und der ganze Himmel bedeckt mit Sternen, standen wir 30cm tief im Pulverschnee und haben ein Lagerfeuer gemacht. In den samischen Zelten ist es üblich ein Feuer im Zelt zu machen, da ich das wusste, konnte ich mir die Nacht auch nicht sooo kalt vorstellen. Nach einem leckeren Abendbrot, habe ich mich eingemummelt in meinen Schlafsack, 5 Paar Socken an, 7Lagen am Oberkörper und 3 an den Beinen. Rentierfelle unter und über mir haben wirklich sehr, sehr gut die Wärme isoliert! Das ist eine Sache, die ich gelernt habe: immer ein Rentierfell dabei haben, bei solchen Aktionen. Hoffend, nicht irgendwann auf Toilette zu müssen, bin ich wirklich eingeschlafen. Doch in der Nacht wurde es verdammt kalt. Es waren um die -23°C. Als wir dann frühs aufgewacht sind, war der Sonnenaufgang, der Schnee und die Einsamkeit unglaublich! Alle Zehen haben überlebt und alles in allem war es eine unglaublich Nacht, die ich nicht vergessen werde!
Eigentlich war es eine sehr spontane Aktion gestern Abend. Bernhards Arbeitskollege, aus Großbritannien, hat uns auf eine Camping Tour eingeladen. Das Wetter war relativ mild in den letzten Tagen und wir waren alle guter Hoffnungen. Ich habe mir das dickste angezogen, was ich besaß, aber diese Nacht war extrem!
Wir sind mit dem Auto 30min nordwerts von Alta gefahren und haben das große samische Zelt in der Wallachei aufgebaut. Umgeben von wunderschön,tanzenden Nordlichtern, die komplett den ganzen Himmel überzogen, und der ganze Himmel bedeckt mit Sternen, standen wir 30cm tief im Pulverschnee und haben ein Lagerfeuer gemacht. In den samischen Zelten ist es üblich ein Feuer im Zelt zu machen, da ich das wusste, konnte ich mir die Nacht auch nicht sooo kalt vorstellen. Nach einem leckeren Abendbrot, habe ich mich eingemummelt in meinen Schlafsack, 5 Paar Socken an, 7Lagen am Oberkörper und 3 an den Beinen. Rentierfelle unter und über mir haben wirklich sehr, sehr gut die Wärme isoliert! Das ist eine Sache, die ich gelernt habe: immer ein Rentierfell dabei haben, bei solchen Aktionen. Hoffend, nicht irgendwann auf Toilette zu müssen, bin ich wirklich eingeschlafen. Doch in der Nacht wurde es verdammt kalt. Es waren um die -23°C. Als wir dann frühs aufgewacht sind, war der Sonnenaufgang, der Schnee und die Einsamkeit unglaublich! Alle Zehen haben überlebt und alles in allem war es eine unglaublich Nacht, die ich nicht vergessen werde!
Dienstag, 16. März 2010
Unglaubliche Atmosphäre, das Ereignis des Jahres
Borealis Winterfestival und Finnmarksløpet
Letzte Woche wurde das Winterfestival in Alta eröffnet. Dieses Festival findet jedes Jahr um die gleiche Zeit statt und verbindet einige spezielle Ereignisse. Zu dem Festival gehören unter Anderem viele Konzerte, Partys aber auch Skirennen und die Finnmarksløpet.
Finnmarksløpet ist die Bezeichnung für das größte Hundeschlittenrennen Europas, das nördlichste und zweit längste der Welt. Es wird unterteilt in zwei Rennen. Muschas mit acht Hunden start ein Rennen über 500km und Muschas mit 14 Hunden legen eine Strecke von 1000km zurück! Eine Strecke länger als Berlin-München in 5 bis 6 Tagen, durch eine Wüste aus Schnee, Eis und unberührter Natur. Von Alta bis an die russische Grenze nach Kirkenes und zurück. Es ist einfach gigantisch! Die Finnmarksløpet ist jedes Jahr ein Highlight, sie fand dieses Jahr zum dreizigsten Mal statt, mit Teilnehmen aus 13 verschiedenen Ländern. Kronprinz Haakon hat es sich nicht nehmen lassen, dass Rennen zu eröffnen. Es ist ein Sport der Extreme, der enorm viel Vorbereitung und Training voraussetzt.
Ungefähr 2000 Menschen haben den Start im Zentrum von Alta letztes Wochenende angeschaut. Es war eine unglaubliche Atmosphäre so viele Leute in Alta zu sehen, gute Musik, wunderbarer Sonnenschein und milde Temperaturen. Ich habe ein Video hochgeladen, wo ihr evtl die Atmosphäre etwas nachempfindet könnt, weitere Fotos folgen.
Ich habe in den letzten Wochen eine andere Seite von Alta kennen gelernt. Ein wunderbares Gefühl, bei milden Temperaturen, mit Schnee und Sonnenschein spazieren zu gehen, viele Menschen, viele Aktivitäten und einen zauberhaften Charme!
Letzte Woche wurde das Winterfestival in Alta eröffnet. Dieses Festival findet jedes Jahr um die gleiche Zeit statt und verbindet einige spezielle Ereignisse. Zu dem Festival gehören unter Anderem viele Konzerte, Partys aber auch Skirennen und die Finnmarksløpet.
Finnmarksløpet ist die Bezeichnung für das größte Hundeschlittenrennen Europas, das nördlichste und zweit längste der Welt. Es wird unterteilt in zwei Rennen. Muschas mit acht Hunden start ein Rennen über 500km und Muschas mit 14 Hunden legen eine Strecke von 1000km zurück! Eine Strecke länger als Berlin-München in 5 bis 6 Tagen, durch eine Wüste aus Schnee, Eis und unberührter Natur. Von Alta bis an die russische Grenze nach Kirkenes und zurück. Es ist einfach gigantisch! Die Finnmarksløpet ist jedes Jahr ein Highlight, sie fand dieses Jahr zum dreizigsten Mal statt, mit Teilnehmen aus 13 verschiedenen Ländern. Kronprinz Haakon hat es sich nicht nehmen lassen, dass Rennen zu eröffnen. Es ist ein Sport der Extreme, der enorm viel Vorbereitung und Training voraussetzt.
Ungefähr 2000 Menschen haben den Start im Zentrum von Alta letztes Wochenende angeschaut. Es war eine unglaubliche Atmosphäre so viele Leute in Alta zu sehen, gute Musik, wunderbarer Sonnenschein und milde Temperaturen. Ich habe ein Video hochgeladen, wo ihr evtl die Atmosphäre etwas nachempfindet könnt, weitere Fotos folgen.
Ich habe in den letzten Wochen eine andere Seite von Alta kennen gelernt. Ein wunderbares Gefühl, bei milden Temperaturen, mit Schnee und Sonnenschein spazieren zu gehen, viele Menschen, viele Aktivitäten und einen zauberhaften Charme!
Samstag, 27. Februar 2010
Norwegen und der Wintersport- Olympische Spiele in Vancouver
Ein kleiner Einblick in meine tägliche Arbeit
Schon vor
den Olympischen Spiele, wurde viel in der Öffentlichkeit über Vancouver gesprochen. Auch auf unserer Milchpackung lächelt mich täglich ein norwegischer Athlet an und erzählt mir sein Motto für Olympia und wie Milch am Besten schmeckt. Für Norwegen als Wintersportnation ist es selbstverständlich das Ereignis.
Die Atmosphäre war auch in Betania zu spühren, ich merkte aber schnell wer der Bobsport Experte war, wer Skispringen gut fand und wer beim Eiskunstlaufen eingeschlafen ist. Auf jedenfall läuft der Fernseher jeden Tag mit der Übertragung von Olympia.
Ich war mir sicher, dass eine Bewohnerin Eiskunstlaufen lieben wird. Ruhige Musik, graziöse Menschen und hübsche Kostüme anschauen, scheint geradezu wie gemacht für sie. Als ich den Fernseher anschaltete und ihr Paarlauf gezeigt habe, war sie hin und weg. Das lustige war, dass sich innerhalb von 10minuten fast alle Bewohnerinnen vor dem Fernseher angesammelt haben, Kollginnen noch dazu. Kein Mann hat sich dazu gesetzt. Ein Bewohner kam dann dazu und fragte etwas abfällig, wann dann endlich wieder Skispringen übertragen werde. Er wurde dann von einer Dame zu seiner Rechten deutlich gebeten ruhig zu sein. Es war eine lustige Situation und ich werde jetzt täglich gefragt, wann denn wieder „die hübschen Männer eislaufen?!“
Februar ist nun auch schon vorbei und die Hälfte meiner Zeit in Alta ist vergangen. Viel steht noch an, besonders der März wird sehr aufregend. Die Finnmarkslopet (das größte Hundeschlittenrennen Europas, und das Zweitgrößte der Welt) beginnt, ein Literaturfestival und immer mehr Sonne kündigen sich an. Mittlerweile haben wir Sonne/Licht von 07. 05 Uhr bis 16.23 Uhr. Es ging nach der Dunkelzeit gigantisch schnell und am 21.Mai werden wir dann mit Mitternachtssonne beglückt werden! Das Wetter hat sich nicht geändert, 6Monate Winter in Alta ist eine vollkommen richtige Aussage. Ich weiß nicht mehr wie Alta ohne Schnee aussah. Bei den täglichen -20°C ist auch erstmal kein Frühling in Sicht. Mitte März haben sich zwei Winterkreuzfahrtschiffe in Alta angemeldet mit jeweils bis zu 600 Touristen. Bernhard und ich haben an einem Guidekurs teilgenommen, damit wir dann guiden können. Es wird sicher lustig und eine kleine Einnahmequelle nebenbei ist auch praktisch. Ich bin gespannt wie es wird!
Ha det kjempe bra,
din Tina
Schon vor
Die Atmosphäre war auch in Betania zu spühren, ich merkte aber schnell wer der Bobsport Experte war, wer Skispringen gut fand und wer beim Eiskunstlaufen eingeschlafen ist. Auf jedenfall läuft der Fernseher jeden Tag mit der Übertragung von Olympia.
Ich war mir sicher, dass eine Bewohnerin Eiskunstlaufen lieben wird. Ruhige Musik, graziöse Menschen und hübsche Kostüme anschauen, scheint geradezu wie gemacht für sie. Als ich den Fernseher anschaltete und ihr Paarlauf gezeigt habe, war sie hin und weg. Das lustige war, dass sich innerhalb von 10minuten fast alle Bewohnerinnen vor dem Fernseher angesammelt haben, Kollginnen noch dazu. Kein Mann hat sich dazu gesetzt. Ein Bewohner kam dann dazu und fragte etwas abfällig, wann dann endlich wieder Skispringen übertragen werde. Er wurde dann von einer Dame zu seiner Rechten deutlich gebeten ruhig zu sein. Es war eine lustige Situation und ich werde jetzt täglich gefragt, wann denn wieder „die hübschen Männer eislaufen?!“
Februar ist nun auch schon vorbei und die Hälfte meiner Zeit in Alta ist vergangen. Viel steht noch an, besonders der März wird sehr aufregend. Die Finnmarkslopet (das größte Hundeschlittenrennen Europas, und das Zweitgrößte der Welt) beginnt, ein Literaturfestival und immer mehr Sonne kündigen sich an. Mittlerweile haben wir Sonne/Licht von 07. 05 Uhr bis 16.23 Uhr. Es ging nach der Dunkelzeit gigantisch schnell und am 21.Mai werden wir dann mit Mitternachtssonne beglückt werden! Das Wetter hat sich nicht geändert, 6Monate Winter in Alta ist eine vollkommen richtige Aussage. Ich weiß nicht mehr wie Alta ohne Schnee aussah. Bei den täglichen -20°C ist auch erstmal kein Frühling in Sicht. Mitte März haben sich zwei Winterkreuzfahrtschiffe in Alta angemeldet mit jeweils bis zu 600 Touristen. Bernhard und ich haben an einem Guidekurs teilgenommen, damit wir dann guiden können. Es wird sicher lustig und eine kleine Einnahmequelle nebenbei ist auch praktisch. Ich bin gespannt wie es wird!
Ha det kjempe bra,
din Tina
Freitag, 12. Februar 2010
Sieben wichtige Tipps zum Autofahren im NORDnorwegischen Winter!
Es sind Tipps, die leicht vergessen werden, irgendwann Routine werden und hier zum Alltag gehören. Für Mitteleuropäer teilweise gewöhnungsbedürftig, sind es Erfahrungen die ich schon machen „durfte“.
*bei „normalen“ Temperaturen:
1. die Trinkflasche oder die Colaflasche nicht vergessen mit raus zu nehmen, sonst kann es platzen und bei dem „Autoauftauen“ bemerkt man erst die kleine Sauerei
2. NICHT wie in der guten Fahrschule gelernt „Gang raus, Handbremse an!“ sondern genau das umgekehrte: „Gang rein, Handbremse weg!“, so friert die Handbremse nicht ein. Übernacht kann das Wetter sehr umschwingen und sehr kalt werden
3. es kann verdammt, verdammt glatt sein um den Gefrierpunkt! Ohne Spikes am Reifen geht hier nichts! Am Besten Spikes und Vierradantrieb (nicht ohne Grund fahren viele hier dicke „Amischlitten“). „Wenigstens einmal im Winter im Graben liegen ist Durchschnitt“, wurde mir von einem Bekannten berichtet
*bei kalten Temperaturen (unter -20°C)
1. 30min bevor man fahren will, das Auto in die Steckdose stecken. Sie sind auf jedem Parkplatz auch vor dem Supermarkt und vor Häusern mehr oder weniger gut zu sehen. So wird der Motor vorgeheizt = Auto springt hoffentlich an
2. für kurze Pausen, wie vor dem Blumenladen, das Auto einfach an lassen, so friert der Motor nicht unerwartet ein. Geklaut wird nicht
3. Füße abtreten vorm Einsteigen nicht vergessen! … wenn Schnee ins Auto kommt und der übernacht gefriert, kann es sehr glatt werden. Nicht gerade Positiv zum Autofahren!
4. Je kälter es ist, desto besser kann gefahren werden! Selbst auf Eisflächen ist es bei unter -20°C nicht glatt, da das Eis dann geriffelt ist.
„Godt Tur!“ Gute Fahrt!
*bei „normalen“ Temperaturen:
1. die Trinkflasche oder die Colaflasche nicht vergessen mit raus zu nehmen, sonst kann es platzen und bei dem „Autoauftauen“ bemerkt man erst die kleine Sauerei
2. NICHT wie in der guten Fahrschule gelernt „Gang raus, Handbremse an!“ sondern genau das umgekehrte: „Gang rein, Handbremse weg!“, so friert die Handbremse nicht ein. Übernacht kann das Wetter sehr umschwingen und sehr kalt werden
3. es kann verdammt, verdammt glatt sein um den Gefrierpunkt! Ohne Spikes am Reifen geht hier nichts! Am Besten Spikes und Vierradantrieb (nicht ohne Grund fahren viele hier dicke „Amischlitten“). „Wenigstens einmal im Winter im Graben liegen ist Durchschnitt“, wurde mir von einem Bekannten berichtet
*bei kalten Temperaturen (unter -20°C)
1. 30min bevor man fahren will, das Auto in die Steckdose stecken. Sie sind auf jedem Parkplatz auch vor dem Supermarkt und vor Häusern mehr oder weniger gut zu sehen. So wird der Motor vorgeheizt = Auto springt hoffentlich an
2. für kurze Pausen, wie vor dem Blumenladen, das Auto einfach an lassen, so friert der Motor nicht unerwartet ein. Geklaut wird nicht
3. Füße abtreten vorm Einsteigen nicht vergessen! … wenn Schnee ins Auto kommt und der übernacht gefriert, kann es sehr glatt werden. Nicht gerade Positiv zum Autofahren!
4. Je kälter es ist, desto besser kann gefahren werden! Selbst auf Eisflächen ist es bei unter -20°C nicht glatt, da das Eis dann geriffelt ist.
„Godt Tur!“ Gute Fahrt!
Montag, 25. Januar 2010
Trondenes Fort- erschreckend, erschütternd, widerlich
Das Trondenes Fort liegt in der Nähe von Harstad, 119 km nordwestlich von Narvik. In sehr guten Zustand kann dort die besagte Kanone besichtigt werden. Jedoch ist es nicht nur eine Führung durch das Geschütz, es ist vielmehr eine Vorführung der Technik. Nicht nur einmal, während unser Guide Hebel betätigte und an Stahlseilen zog, habe ich mich gefragt: „warum wird eine solche Kanone noch so gepflegt, dass sie jederzeit einsatzbereit ist?!“
„Auf der Befestigungsanlage Trondenes Fort steht in einer wunderschönen Küstenlandschaft die Adolfskanone. Das Kaliber
Trondenes war Teil des Atlantikwalls, die Verteidigungslinie der deutschen Wehrmacht. 1934 hatte Krupp die „40.6cm Kanonen“ hergestellt, ein ursprünglicher Versuch der militärischen Großmacht einer Marine. Dieser Plan zerschlug, unter Anderem durch enorme Verluste der Marine beim Angriff auf Norwegen, und die Kanonen wurden sechs Jahre später (1940) als Artillerie an Land eingesetzt. Es wurden insgesamt acht „40.6cm Kanonen“ produziert, zwei wurden in der Nähe von Narvik erichtet. Strategisch aufgebaut, um die Hafenzufahrtswege nach Narvik zu sichern, wurden die Kanonen letzlich zu Probeschüssen und technischen Erprobungen eingesetzt- 1957 durch Norwegen das letzte Mal. Die großen Eisenerz Vorkommen in Narvik waren eine wichtige Ressource für die Waffenproduktion, da das deutsche Reich einen jährlichen Verbrauch von rund 11millionen Tonnen an Erz hatte.
Heutzutage gehört das Fort zu den nationalen Festungsanlagen in Norwegen, wird aber trotzdem als „friedlicher Platz“ in der Broschüre beschrieben. dies enthält auch mehr Ironie als alles Andere. Führungen werden von „Adolfkanonens Venner“ (Adolfkanonens Freunde) veranstaltet: ehemalige Soldaten, die freiwillig die Kanone instandhalten und restaurieren. Dabei scheint es mir als beigeistert sie die Kriegstechnik enorm und Sätze wie:„Schaut her, dass funktionierte so…“ und ein Hebel wurde betätigt- die Kanonenklappe sprang auf- waren allinklusiv.
Warum sie so instandgehalten wird, dass sie funktionstätig ist, bleibt die große Frage. 800 russische Kriegsgefangene, die die Kanone aufbauen mussten, starben dabei. Ihnen soll gedacht werden. Jemanden so gedenken, der gezwungen wurde die Waffe aufzubauen, die immernoch funktionsbereit gehalten wird, ist in sich unstimmig.
Wahrscheinlich bleibt es ein Machtwerk und „Spielzeug“ der militanten Rentner, die sich mit der Kriegstechnik des Zweiten Weltkrieges begeistern können. Ob sie einen Besuch wert ist, muss jeder selbst entscheiden, für mich war es erschütternd.
Sonntag, 24. Januar 2010
Seminar auf Soltun
Neun Tage ASF Seminar auf Soltun, in der Folkehøgskole sind vorbei. Ich bin am 13. Januar frühs mit dem Flugezug von Alta nach Tromsø geflogen. Ich hatte den gesamten Tag dort, da ich erst um 16 Uhr mit der Fähre weiter gefahren bin. Es war ein ganz besonderes Erlebnis für mich eine fremde Stadt allein zu erkunden. Tromsø ist die nördlichste Universitätsstadt der Welt und von Alta aus 45min mit dem Flugzeug Richtung Süden. Ich habe mich wieder wie in Norwegen gefühlt: wunderschöne, bunte Holzhäuser und den typischen Charme, den Alta leider nicht hat. Ich habe das Polarmuseum angeschaut sowie die nördlichste, protestantische Domkirche von 1861, die auch Norwegens einzigste Holz Kathedrale ist.
Nach drei Stunden Fähre bin ich in Harstad angekommen, auf den Vesterålen. Es liegt immernoch nödrlich des Polarkreises, in der Nähe von Narvik.
Es war interessant die anderen Freiwilligen wieder zu sehen- sie habenzum ersten Mal ein Nordlicht gesehen und so groß war auch die Aufregung dann. Das Seminar an sich war nicht so doll, ein Ausflug hat mich jedoch sehr geprägt worüber ich bald einen Blogeintrag schreiben werde: die größte landbasierte Kanone der Welt. Wir waren auch wandern und haben die wunderbare Natur der Vesterålen genossen. Ich denke die Bilder sprechen mehr als meine Worte (siehe Ordner „Januar 2010“).
Zurück in Alta vergeht die Zeit sehr schnell. Jetzt, da die Sonne langsam wieder zurück kommt stehen mehrere Aktivitäten und Ereignisse an, auf die ich mich sehr freue. Die Dunkelzeit ist endlich zu Ende und das ist auch gut so! Es war eine interessante Erfahrung in der Dunkelheit zu leben, aber sehr anstrengend! „Here comes the sun“ von den Beatles beschreibt meine jetzige Situation sehr gut…
Nach drei Stunden Fähre bin ich in Harstad angekommen, auf den Vesterålen. Es liegt immernoch nödrlich des Polarkreises, in der Nähe von Narvik.
Es war interessant die anderen Freiwilligen wieder zu sehen- sie habenzum ersten Mal ein Nordlicht gesehen und so groß war auch die Aufregung dann. Das Seminar an sich war nicht so doll, ein Ausflug hat mich jedoch sehr geprägt worüber ich bald einen Blogeintrag schreiben werde: die größte landbasierte Kanone der Welt. Wir waren auch wandern und haben die wunderbare Natur der Vesterålen genossen. Ich denke die Bilder sprechen mehr als meine Worte (siehe Ordner „Januar 2010“).
Zurück in Alta vergeht die Zeit sehr schnell. Jetzt, da die Sonne langsam wieder zurück kommt stehen mehrere Aktivitäten und Ereignisse an, auf die ich mich sehr freue. Die Dunkelzeit ist endlich zu Ende und das ist auch gut so! Es war eine interessante Erfahrung in der Dunkelheit zu leben, aber sehr anstrengend! „Here comes the sun“ von den Beatles beschreibt meine jetzige Situation sehr gut…
Samstag, 9. Januar 2010
Godt nyttår alle sammen!
Nach einem gelungen Überrschungs-weihnachtsbesusch in Deutschland bin ich am 30.12. hoch nach Oslo geflogen um Sylvester mit den anderen Norwegen FW zu feiern. Ein riesen Feuerwerk über Oslos Hafen hat die Perfektion der norwegische Pyronadetechnik gezeigt. Neujahr bin ich dann mit Bernhard hoch nach Alta geflogen und wir haben die Sonne hinter uns gelassen. Jetzt wo wir beide sonnige Tage hatten ist es noch schwerer in den „dunkelen Alltag“ zurück zu kehren- obwohl die Tage täglich heller werden. Am 21.Januar steigt die große Feier: da wird die Sonne wieder zu sehen sein!!
„HALLO es ist Sommer!!“- aufgeregt und vollkommen ernst meinte Bernhard das heute beim Frühstück zu mir: es waren nur -5°C. Die letzten Wochen waren sehr, sehr kalt und Tage an denen es nicht wärmer als -25°C geworden ist, waren nicht die Seltenheit.
Nach Weihnachten ist es ein schönes Gefühl endlich wieder in Alta zu sein. Auch auf meiner Arbeit wurde ich sehr vermisst und ich wurde mit Umarmungen und Küsschen begrüßt. Zur Zeit ist es etwas chaotisch, da sich der Frühstücksraum geändert hat. Für einige Bewohner sehr unverständlich, warum nach einigen Jahrzehnten nicht mehr im Speisesaal gefrühstückt wird, für mich chaotisch da ich alles neu einrichten und organisieren muss.
Nächste Woche fliegen wir nach Soltun was auf den Lofoten liegt- in der Nähe von Narvik. Dort haben wir ein ASF Seminar elf Tage lang. Einige Programmounkte werden zweisprachig stattfinden, da wir in der Folkehøgskolen mit norwegischen Jugendlichen zusammen wohnen (dort arbeiten auch zwei FW). Es wird sicher interessant und schön nochmal der Sonne entgegen zu fliegen!
Auf ein wunderbares, neues Jahr og godt nyttår!
Hilsen fra Tina
„HALLO es ist Sommer!!“- aufgeregt und vollkommen ernst meinte Bernhard das heute beim Frühstück zu mir: es waren nur -5°C. Die letzten Wochen waren sehr, sehr kalt und Tage an denen es nicht wärmer als -25°C geworden ist, waren nicht die Seltenheit.
Nach Weihnachten ist es ein schönes Gefühl endlich wieder in Alta zu sein. Auch auf meiner Arbeit wurde ich sehr vermisst und ich wurde mit Umarmungen und Küsschen begrüßt. Zur Zeit ist es etwas chaotisch, da sich der Frühstücksraum geändert hat. Für einige Bewohner sehr unverständlich, warum nach einigen Jahrzehnten nicht mehr im Speisesaal gefrühstückt wird, für mich chaotisch da ich alles neu einrichten und organisieren muss.
Nächste Woche fliegen wir nach Soltun was auf den Lofoten liegt- in der Nähe von Narvik. Dort haben wir ein ASF Seminar elf Tage lang. Einige Programmounkte werden zweisprachig stattfinden, da wir in der Folkehøgskolen mit norwegischen Jugendlichen zusammen wohnen (dort arbeiten auch zwei FW). Es wird sicher interessant und schön nochmal der Sonne entgegen zu fliegen!
Auf ein wunderbares, neues Jahr og godt nyttår!
Hilsen fra Tina
Montag, 21. Dezember 2009
Solverv- Sonnenwende
21.12. 2009: der dunkelste Tag des Jahres! Die Sonnenwende war auch langsam nötig. Heute war es den gesamten Tag zapfenduster, aber ab jetzt wird es nur noch heller! Das muntert mich echt auf. Ich habe es schon gemerkt, etwas drückt es schon aufs Gemüt. Bis zum 25.Januar ist noch Dunkelzeit, dann scheint auch hier oben wieder die Sonne.
Die Weihnachtsvorbereitungen laufen in Betanien auf Hochtouren, und ich verabschiede mich hiermit auch bis nach Weihnachten und Neujahr. Danach folgt sicherlich wieder ein ausführlicher Bericht.
Ønsker alle sammen en god jul og kjempe godt nyttår!!
Die Weihnachtsvorbereitungen laufen in Betanien auf Hochtouren, und ich verabschiede mich hiermit auch bis nach Weihnachten und Neujahr. Danach folgt sicherlich wieder ein ausführlicher Bericht.
Ønsker alle sammen en god jul og kjempe godt nyttår!!
Sonntag, 6. Dezember 2009
Eine kleine Ode an die norwegische Vorweihnachtszeit
Das norwegische Wort „koselig“ beschreibt eine der schönsten Zeiten des Jahres sehr gut. Wörtlich übersetzt heißt es so etwas wie „nett, gemütlich“, aber in dem Wort steckt so viel mehr. Gemütlich, bequem, angenehm, familiär… es ist eine wunderbare Zeit, die ich hier gerade erlebe und ich genieße sie in vollen Zügen.
Weihnachten/ „Jul“ ist etwas ganz besonderes hier in Nordnorwegen. Wahrscheinlich auch wegen der Dunkelheit ist es etwas worauf sich seit Ende November in dieser tristen Zeit gefreut wird. Seitdem kann alles mit „jul“ gekauft werden, so zusagen eine Art verweihnachtlichung des Alltags: „Julemelk“ (Weihnachtsmilch), „Juleøl“ (Weihnachtsbier) „Juleost“ (Weihnachtskäse)…
Es macht mich glücklich durch Alta zu laufen und die wirklich geschmackvoll geschmückten Häuser zu sehen, keins ist kitschig mit Santa auf dem Dach, sondern Lichterketten in den Bäumen und Kerzen im Fenster verschönern die Straßen und brechen die Dunkelheit. Da ich schon oft über die Dunkelheit gefragt wurde mache ich einen kleinen Einschub zur „Mørketid“ an dieser Stelle.
Die Sonne geht mittlerweile nicht mehr auf. Einen Sonnenaufgang habe ich seit dem 24. November nicht mehr gehabt, aber stock dunkel ist es trotzdem nicht. Ich lerne verschiedene Arten der Dämmerungen kennen. Diese Dämmerung, in der ein gewisses blaues Licht die Landschaft durchflutet, ist ca zwei Stunden am Tag. Den Rest des Tages ist es dunkel, stock dunkel. In keiner Weise ist es deprimierend aber müde bin ich trotzdem. Um Weihnachsten ist der dunkelste Tag des Jahres, wo es nur ein paar Minuten dämmrig ist. Die Menschen werden aber aus ihren Häusern mit Konzerten und Theaterstücken gelockt und es wird versucht sich zu treffen, auszugehen oder ins Kino zu gehen. Es ist eine gemütliche Zeit, draußen kalt und in den Häusern umso wärmer. In Betania habe ich schon Weihnachtskarten mit den Bewohner gebastelt und nächste Woche werden auch Pfefferkuchen gebacken. Das ist typisch weihnachtlich, viele Plätzchen werden hier aber nicht gebacken.
Das Event des Jahres sind die so genannten „Julebords“, die evtl mit betrieblichen Weihnachtsfeiern verglichen werden können. Jedoch mit einigen Unterschieden: viel „aufgetackelter“ und das „gesehen-und-gesehen-werden“ ist sehr groß, viel Alkohol umsonst und viel gutes, traditionell weihanchtliches Essen. Ich wurde von einer guten Freundin Helga zu ihrem Julebord eingeladen, der gestern war. Ich wurde schon aufgeklärt, wie diese Weihnachtsfeiern hier in Norwegen sind und hatte weder die richtigen Anziehsachen noch richtige Schuhe, was sich aber schnell und unkompliziert geändert hat. Es war wirklich sehr lustig gestern. Nächsten Freitag habe ich dann noch den Julebord von Betanien, wo sicher der Alkoholpegel nicht so hoch ist: die Institution gehört ja immerhin der Pfingstgemeinde an…
Ich freue mich auf mehr Plätzchen backen mit Bernhard und eine koselige Vorweihnachtszeit!
Gud Jul alle sammen!
Weihnachten/ „Jul“ ist etwas ganz besonderes hier in Nordnorwegen. Wahrscheinlich auch wegen der Dunkelheit ist es etwas worauf sich seit Ende November in dieser tristen Zeit gefreut wird. Seitdem kann alles mit „jul“ gekauft werden, so zusagen eine Art verweihnachtlichung des Alltags: „Julemelk“ (Weihnachtsmilch), „Juleøl“ (Weihnachtsbier) „Juleost“ (Weihnachtskäse)…
Es macht mich glücklich durch Alta zu laufen und die wirklich geschmackvoll geschmückten Häuser zu sehen, keins ist kitschig mit Santa auf dem Dach, sondern Lichterketten in den Bäumen und Kerzen im Fenster verschönern die Straßen und brechen die Dunkelheit. Da ich schon oft über die Dunkelheit gefragt wurde mache ich einen kleinen Einschub zur „Mørketid“ an dieser Stelle.
Die Sonne geht mittlerweile nicht mehr auf. Einen Sonnenaufgang habe ich seit dem 24. November nicht mehr gehabt, aber stock dunkel ist es trotzdem nicht. Ich lerne verschiedene Arten der Dämmerungen kennen. Diese Dämmerung, in der ein gewisses blaues Licht die Landschaft durchflutet, ist ca zwei Stunden am Tag. Den Rest des Tages ist es dunkel, stock dunkel. In keiner Weise ist es deprimierend aber müde bin ich trotzdem. Um Weihnachsten ist der dunkelste Tag des Jahres, wo es nur ein paar Minuten dämmrig ist. Die Menschen werden aber aus ihren Häusern mit Konzerten und Theaterstücken gelockt und es wird versucht sich zu treffen, auszugehen oder ins Kino zu gehen. Es ist eine gemütliche Zeit, draußen kalt und in den Häusern umso wärmer. In Betania habe ich schon Weihnachtskarten mit den Bewohner gebastelt und nächste Woche werden auch Pfefferkuchen gebacken. Das ist typisch weihnachtlich, viele Plätzchen werden hier aber nicht gebacken.
Das Event des Jahres sind die so genannten „Julebords“, die evtl mit betrieblichen Weihnachtsfeiern verglichen werden können. Jedoch mit einigen Unterschieden: viel „aufgetackelter“ und das „gesehen-und-gesehen-werden“ ist sehr groß, viel Alkohol umsonst und viel gutes, traditionell weihanchtliches Essen. Ich wurde von einer guten Freundin Helga zu ihrem Julebord eingeladen, der gestern war. Ich wurde schon aufgeklärt, wie diese Weihnachtsfeiern hier in Norwegen sind und hatte weder die richtigen Anziehsachen noch richtige Schuhe, was sich aber schnell und unkompliziert geändert hat. Es war wirklich sehr lustig gestern. Nächsten Freitag habe ich dann noch den Julebord von Betanien, wo sicher der Alkoholpegel nicht so hoch ist: die Institution gehört ja immerhin der Pfingstgemeinde an…
Ich freue mich auf mehr Plätzchen backen mit Bernhard und eine koselige Vorweihnachtszeit!
Gud Jul alle sammen!
Freitag, 20. November 2009
Schon wieder ein Monat vorbei?!
„Schon wieder ein Monat vorbei?“, habe ich mir heute auf Arbeit gedacht, als ich das Schild: „20.November 2009“ sah. Dunkelheit, kaum Schnee, wunderbare Begegnungen, norwegisches Essen, lustige Situationen auf Arbeit und das größte Shoppingcenter Nordnorwegens, was hier eröffnet wurde, haben meinen November in Alta in gewisser Weise sehr geprägt.
Ich muss zugeben die Mørketid (Dunkelzeit) nagt schon etwas an mir, obwohl sie noch nicht wirklich angefangen hat. Noch haben wir eine ganze Stunde „Sonne“. Eigentlich kann das als ein Sonnenauf-untergang bezeichnet werden. Es ist bis ca um 09.00 Uhr frühs stock dunkel, dann wird’s etwas dämmrig, kurz geht die Sonne auf, dann schnell gegen 12.00 Uhr wieder unter und so ab 14.00 Uhr ist es dann wieder stock dunkel. Wenn ich also um 15 Uhr Feierabend habe benutzte ich meine- sehr pratkische- Taschenlampe um das Schlüsselloch zu finden. Ich habe eine gewisse Dauermüdigkeit. Ich schlafe nicht mehr oder weniger, ich werde aber irgendwie nicht 100%ig wach beziehungsweise munter. Es ist schwer zu beschreiben…Es ist als hängt eine dünner, dunklerer Vorhang vor meinem Gemüt.
Der erste Advent naht, wir haben heute das erste Weihnachtslied auf Arbeit gesungen und auch hier in Norwegen sind besonders wegen der Dunkelheit viele Kerzen wichtig.
>>“Weißt du, wie viele Kerzen die Norweger im Laufe der Adventszeit abbrennen? He? Weißt du das?“ (…) Ich dachte an die Adventszeit, den dunklen Monat. Ich muß sagen, ich war gespannt auf die Antwort. „Siebzehn Millionen!“, rief er, „Siebzehn Millionen Kerzen im Laufe von lumpigen vier Sonntagen! Überleg dir das mal!“<<* Ich denke ich tuh mein Übriges zu den 17 Millionen Kerzen…Mir wird hier immer wieder bewusst, das ich noch nie bemerkt habe, dass ein Teelicht nur 3.15 Std hält- extrem kurz! Da ich immer hunderter Packungen kaufe, lohnt sich das wenigstens einigermaßen… Die Mørketid ist eigentlich nicht so dunkel, wenn es Schnee geben würde. Seit 50 Jahren liegt Ende November kein Schnee! „global warming“, kann da nur gesagt werden. „global warming er fint. Det vil endelig varme opp Alta!“**, hat mir ein Junge beim Volleyball neulich geantwortet. Wir musste beide sehr schmunzeln und lachen. Eigentlich warten hier auch alle auf die erste, richtig große Ladung Schnee: endlich Skiier, Schneemobil und Schlitten fahren. Ich muss sagen ich warte auch darauf endlich „Betania 1.“ und „Betania 2.“ zu fahren, unsere hauseigenen Schlitten mit Sitz vorne. Damit werde ich dann einkaufen fahren… Da ich schon oft wegen des Essens gefagt wurde, werde ich nun versuchen einige Essgewohnheiten der Nordnorweger zu beschreiben und mit hübschen Bildern zu illustrieren. Ich hätte nicht gedacht, dass die Norweger so deftig frühstücken. Fisch, dh. Lachs, Sardinen, Makrelen und Rollmops steht jeden Morgen zur Auswahl und wird gerne auf die Stulle gegessen. Auch heiß begehrt ist Käse mit Marmelade drauf oder Sardinen mit Marmelade. Brötchen wird zum mindest bei Betania nicht gefrühstückt, kann aber für viel Geld gekauft werden. Mittags bei Betania variiert das Angebot täglich zwischen Fleisch und Fisch. Wenn es Fleisch gibt, kann das bedeuten: „Kjøttboller“ (Fleischklöpse- sehr lecker!), „Elk“ (Elch-nicht mein Fall..), Ren (Rentier- auch nicht meins. Sehr deftiges, hartes Fleisch), Ribbe (Ribbchen), Markebeene (keine Ahnung was das ist. Eigentlich sind es nur Knochen die abgenagt werden, ist immer ein Renner- nicht für mich)…- also sie sind sehr variabel in den Gerichten. Fisch gibt es dann den darauffolgenden Tag. Eine kleine Gerichtsauswahl: „Fiskekake“ (Fischkuchen), „Fiskeboller“ (Fischklöpse- habe ich sehr für mich endeckt, lecker!), hval (Wal- besonders Nordnorwegen fängt noch realtiv viel. Ich habe es einmal probiert, schmeckt wie Fleisch mit Meergeschmack, nicht so meins. Die Bewohner finden es sehr lecker. Wal und Elch gibt es aber nicht jede Woche, evtl so jede Dritte Woche einmal.), immer ein Renner ist natürlich Lachs. Alta ist berühmt unter Anglern für den Lachsbestand im Altafluß. In der Zeitung sind nicht selten Bilder abgebildet mit einem Angler der einen 26kg Lachs in beiden Händen hält. Torsk, Räucherfisch und getrockneter Fisch… alles im Angebot was das Herz begehrt. Ich muss sagen mein Fischherz ist noch nicht wesentlich größer geworden. s.u.: "Fiskekake" & s.r.:"Fiskeboller"
=)

Nun noch ein paar Worte zur Arbeit. Da es meinem Norwegisch immer besser geht und ich eigentlich fast alles verstehe, verstehe ich auch die Bewohner besser. Lustige Situationen, die auch das Personal schmunzeln liesen waren zum Beispiel: „Tina, min fot klø. Kan du klø den for meg?“(Tina, mein Fuß juckt, kannst du den für mich kratzen?), hat mich ein liebenswerter Bewohner gefragt, der selber nicht mehr an seinen Fuß kommt. Ich bin dann mit ihm ins Bad gegangen und hab ihm eine Fußmassage gegeben- seinem Gesicht und Grinsen nach zu urteilen war das genau was er gebraucht hat. „Jeg har masse og mange- høre du- masse kjæreste!“ (Ich habe viele, unmengen- hörst du- viele Liebhaber!) erzählt mir eine Bewohnerin aufgeregt. Es sind noch viele Situationen, die ich beschreiben könnte, eigentlich gibt es fast jeden Tag etwas was mich schmunzeln lässt. Eigentlich mache ich von den 14 Bewohnern in Betanien am Meistens etwas mit fünf. Das sind die fünf, mit denen ich mich gut unterhalten kann, die ich auf Tur mitnehme oder die oft Lust haben etwas zu machen. Dabei sind alle sehr verschieden. Einer von Ihnen kann einige Sätze deutsch, die er wahrscheinlich während des Krieges gelernt hat, die er immer anwendet- egal ob bei mir oder wenn er mit den Norwegern redet. „Vielen Dank meine Liebe“, „Was ist?“, „Nein, ich bin nicht satt“, „Das ist prima“… Ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen und wir unternehmen viele Dinge zusammen. Er wohnt schon seit 1964 in Betanien, ist aber auch noch sehr fitt. Eine andere Bewohnerin ist sehr lustig und fröhlich jeden Tag. Es macht einfach Spaß sich mit ihr zu unterhalten. Da sie samisch ist, werde ich mit ihr wahrscheinlich noch den ein oder anderen Ausflug nach Karajok machen. Es ist ein schönes und wärmendes Gefühl am Freitag von Bewohnern gefragt zu werden ob man denn nicht Lust hätte am Wochenende auch zu Arbeiten, da das Frühstück nur so gut schmeckt, wenn ich es mache. Genauso die Aussage „och, du kommst erst Monatg wieder?!“, gibt mir ein sehr schönes Gefühl und ich merke, dass meine Arbeit auch von den Bewohnern sehr genossen wird. Tusen takk for det kjempe fint måned, vielen Dank für den wunderabren Monat, ich freue mich auf die norwegische Advents-und Vorweihnachtszeit, in der Nähe des Nordpols- wo ja eigentlich der Weihnachtsmann herkommt!
Vi snakkers, Tina
_________________
*L. S. Christensen: „Der Alleinunterhalter“
** „gloable Erwärmung ist toll. Da wird Alta endlich aufgewärmt!“
Ich muss zugeben die Mørketid (Dunkelzeit) nagt schon etwas an mir, obwohl sie noch nicht wirklich angefangen hat. Noch haben wir eine ganze Stunde „Sonne“. Eigentlich kann das als ein Sonnenauf-untergang bezeichnet werden. Es ist bis ca um 09.00 Uhr frühs stock dunkel, dann wird’s etwas dämmrig, kurz geht die Sonne auf, dann schnell gegen 12.00 Uhr wieder unter und so ab 14.00 Uhr ist es dann wieder stock dunkel. Wenn ich also um 15 Uhr Feierabend habe benutzte ich meine- sehr pratkische- Taschenlampe um das Schlüsselloch zu finden. Ich habe eine gewisse Dauermüdigkeit. Ich schlafe nicht mehr oder weniger, ich werde aber irgendwie nicht 100%ig wach beziehungsweise munter. Es ist schwer zu beschreiben…Es ist als hängt eine dünner, dunklerer Vorhang vor meinem Gemüt.
Der erste Advent naht, wir haben heute das erste Weihnachtslied auf Arbeit gesungen und auch hier in Norwegen sind besonders wegen der Dunkelheit viele Kerzen wichtig.
>>“Weißt du, wie viele Kerzen die Norweger im Laufe der Adventszeit abbrennen? He? Weißt du das?“ (…) Ich dachte an die Adventszeit, den dunklen Monat. Ich muß sagen, ich war gespannt auf die Antwort. „Siebzehn Millionen!“, rief er, „Siebzehn Millionen Kerzen im Laufe von lumpigen vier Sonntagen! Überleg dir das mal!“<<* Ich denke ich tuh mein Übriges zu den 17 Millionen Kerzen…Mir wird hier immer wieder bewusst, das ich noch nie bemerkt habe, dass ein Teelicht nur 3.15 Std hält- extrem kurz! Da ich immer hunderter Packungen kaufe, lohnt sich das wenigstens einigermaßen… Die Mørketid ist eigentlich nicht so dunkel, wenn es Schnee geben würde. Seit 50 Jahren liegt Ende November kein Schnee! „global warming“, kann da nur gesagt werden. „global warming er fint. Det vil endelig varme opp Alta!“**, hat mir ein Junge beim Volleyball neulich geantwortet. Wir musste beide sehr schmunzeln und lachen. Eigentlich warten hier auch alle auf die erste, richtig große Ladung Schnee: endlich Skiier, Schneemobil und Schlitten fahren. Ich muss sagen ich warte auch darauf endlich „Betania 1.“ und „Betania 2.“ zu fahren, unsere hauseigenen Schlitten mit Sitz vorne. Damit werde ich dann einkaufen fahren… Da ich schon oft wegen des Essens gefagt wurde, werde ich nun versuchen einige Essgewohnheiten der Nordnorweger zu beschreiben und mit hübschen Bildern zu illustrieren. Ich hätte nicht gedacht, dass die Norweger so deftig frühstücken. Fisch, dh. Lachs, Sardinen, Makrelen und Rollmops steht jeden Morgen zur Auswahl und wird gerne auf die Stulle gegessen. Auch heiß begehrt ist Käse mit Marmelade drauf oder Sardinen mit Marmelade. Brötchen wird zum mindest bei Betania nicht gefrühstückt, kann aber für viel Geld gekauft werden. Mittags bei Betania variiert das Angebot täglich zwischen Fleisch und Fisch. Wenn es Fleisch gibt, kann das bedeuten: „Kjøttboller“ (Fleischklöpse- sehr lecker!), „Elk“ (Elch-nicht mein Fall..), Ren (Rentier- auch nicht meins. Sehr deftiges, hartes Fleisch), Ribbe (Ribbchen), Markebeene (keine Ahnung was das ist. Eigentlich sind es nur Knochen die abgenagt werden, ist immer ein Renner- nicht für mich)…- also sie sind sehr variabel in den Gerichten. Fisch gibt es dann den darauffolgenden Tag. Eine kleine Gerichtsauswahl: „Fiskekake“ (Fischkuchen), „Fiskeboller“ (Fischklöpse- habe ich sehr für mich endeckt, lecker!), hval (Wal- besonders Nordnorwegen fängt noch realtiv viel. Ich habe es einmal probiert, schmeckt wie Fleisch mit Meergeschmack, nicht so meins. Die Bewohner finden es sehr lecker. Wal und Elch gibt es aber nicht jede Woche, evtl so jede Dritte Woche einmal.), immer ein Renner ist natürlich Lachs. Alta ist berühmt unter Anglern für den Lachsbestand im Altafluß. In der Zeitung sind nicht selten Bilder abgebildet mit einem Angler der einen 26kg Lachs in beiden Händen hält. Torsk, Räucherfisch und getrockneter Fisch… alles im Angebot was das Herz begehrt. Ich muss sagen mein Fischherz ist noch nicht wesentlich größer geworden. s.u.: "Fiskekake" & s.r.:"Fiskeboller"
=)
Nun noch ein paar Worte zur Arbeit. Da es meinem Norwegisch immer besser geht und ich eigentlich fast alles verstehe, verstehe ich auch die Bewohner besser. Lustige Situationen, die auch das Personal schmunzeln liesen waren zum Beispiel: „Tina, min fot klø. Kan du klø den for meg?“(Tina, mein Fuß juckt, kannst du den für mich kratzen?), hat mich ein liebenswerter Bewohner gefragt, der selber nicht mehr an seinen Fuß kommt. Ich bin dann mit ihm ins Bad gegangen und hab ihm eine Fußmassage gegeben- seinem Gesicht und Grinsen nach zu urteilen war das genau was er gebraucht hat. „Jeg har masse og mange- høre du- masse kjæreste!“ (Ich habe viele, unmengen- hörst du- viele Liebhaber!) erzählt mir eine Bewohnerin aufgeregt. Es sind noch viele Situationen, die ich beschreiben könnte, eigentlich gibt es fast jeden Tag etwas was mich schmunzeln lässt. Eigentlich mache ich von den 14 Bewohnern in Betanien am Meistens etwas mit fünf. Das sind die fünf, mit denen ich mich gut unterhalten kann, die ich auf Tur mitnehme oder die oft Lust haben etwas zu machen. Dabei sind alle sehr verschieden. Einer von Ihnen kann einige Sätze deutsch, die er wahrscheinlich während des Krieges gelernt hat, die er immer anwendet- egal ob bei mir oder wenn er mit den Norwegern redet. „Vielen Dank meine Liebe“, „Was ist?“, „Nein, ich bin nicht satt“, „Das ist prima“… Ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen und wir unternehmen viele Dinge zusammen. Er wohnt schon seit 1964 in Betanien, ist aber auch noch sehr fitt. Eine andere Bewohnerin ist sehr lustig und fröhlich jeden Tag. Es macht einfach Spaß sich mit ihr zu unterhalten. Da sie samisch ist, werde ich mit ihr wahrscheinlich noch den ein oder anderen Ausflug nach Karajok machen. Es ist ein schönes und wärmendes Gefühl am Freitag von Bewohnern gefragt zu werden ob man denn nicht Lust hätte am Wochenende auch zu Arbeiten, da das Frühstück nur so gut schmeckt, wenn ich es mache. Genauso die Aussage „och, du kommst erst Monatg wieder?!“, gibt mir ein sehr schönes Gefühl und ich merke, dass meine Arbeit auch von den Bewohnern sehr genossen wird. Tusen takk for det kjempe fint måned, vielen Dank für den wunderabren Monat, ich freue mich auf die norwegische Advents-und Vorweihnachtszeit, in der Nähe des Nordpols- wo ja eigentlich der Weihnachtsmann herkommt!
Vi snakkers, Tina
_________________
*L. S. Christensen: „Der Alleinunterhalter“
** „gloable Erwärmung ist toll. Da wird Alta endlich aufgewärmt!“
Mittwoch, 11. November 2009
09.November 2009: Fackelzug und "Berliner boller"

Der 09. November 2009: 20 Jahre nach Mauerfall, 71 Jahre nach der Reichsprogomnacht- diese Ereignisse standen hier in Alta am Montag Abend auch im Licht. Genauergesagt im Licht der Fackeln. Wir waren ungefähr 30 Leute, die dem Aufruf von „SOS Rasisme“ und „Amnesty International“ gefolgt sind: nicht zu vergessen, sondern zu erinnern und gedenken. Ich muss wirklich zugeben, dass ich erstaunt war, dass solch eine Aktion geplant wurde, hier oben in Alta. Wir sind mit den Fackeln quer durch die Stadt gelaufen, bis zum kulturellen Haus, wo sich die Organisationen öfters treffen. Dort wurden noch einige Reden gehalten, eine Quelle von Niemöller vorgelesen und anschließend „Berliner boller“ gegessen. Angeblich typisch berlinerisch… Ich hab’s noch nie gegessen, geschweige denn gesehen- war aber sehr lecker. Mal sehen, eventuell werde ich öfters mal bei den Treffen vorbeischauen.
Sonntag, 8. November 2009
To- Tre- Hei!
„Takk“, sagt eine Frau und schüttelt mir die Hand unter dem Volleyballnetz. Ich antworte „Kiitos“. Ein Wochenende Finnland- Lappland- Saariselkä.
Am Freitag Nachmittag gings mit einem Kleinbus und zu siebend los. Fünf Stunden Fahrt, zuerst durch die Finnmark gen Osten, vorbei an mächtigen Felswänden bedeckt mit bis zu fünf Meter langen Eiszapfen, nach Karasjok- die Hauptstadt der Samen*. Dann über die Grenze nach Finnland- ich bin vorher noch nie über eine Datumsgrenze gefahren, ist mir dann spontan eingefallen. Bei dem Straßenschild "Murmansk 300km" musste ich schon zweimal hinschaun und dann schmunzeln....
Saariselkä liegt nicht weit von der russischen Grenze entfernt und ist „das Herz Lapplands“. Traurigerweise besteht der Ort mit 300 Einwohnern eigentlich nur aus Bettenburgen, sodass im Winter- der Hauptsaison, der Ort auf über 20.000Menschen anwachsen kann. Es ist ein typischer Winterski-urlaubsort. Auch dieses Wochenende sind uns Menschen auf Snowscooter und Skiiern entgegengekommen. Es lagen ca 15cm Schnee.
Nach sechs Spielen wurden wir vierter von sieben. Wir haben aber nicht sonderlich gut gespielt, Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und und die Finnen machen ganz schön Lärm beim Spielen. Wir sind dann schon am Samstagabend zurück nach Alta gefahren, da keine Spiele mehr Sonntag anstanden. Zu viele Teams haben aus Angst vor Schweinegrippe ihr Kommen abgesagt. Ich fand es super schön auch mal ein wenig vom Landesinnern der Finnmark zu sehen. Fotos lade ich in dem Fotoalbum hoch. Viel Spaß beim Anschauen.
Kiitos Suomi!
_________________
*Samen: die Ureinwohner Norwegens und Finnlands. Leben hauptsächlich im Landesinneren des Nordens und haben auch heutzutage noch viel mit Rentierzucht zu tun. Sie haben ihr eigenes Parlament (in Karasjok) und sind sehr präsent hier in der Finnmark. Eine eigene Sprache sprechen sie auch-samisch/samisk- die dem Finnischen sehr ähnelt, aber nur von sehr wenigen Norwegern gelernt und gekonnt wird.
Am Freitag Nachmittag gings mit einem Kleinbus und zu siebend los. Fünf Stunden Fahrt, zuerst durch die Finnmark gen Osten, vorbei an mächtigen Felswänden bedeckt mit bis zu fünf Meter langen Eiszapfen, nach Karasjok- die Hauptstadt der Samen*. Dann über die Grenze nach Finnland- ich bin vorher noch nie über eine Datumsgrenze gefahren, ist mir dann spontan eingefallen. Bei dem Straßenschild "Murmansk 300km" musste ich schon zweimal hinschaun und dann schmunzeln....
Saariselkä liegt nicht weit von der russischen Grenze entfernt und ist „das Herz Lapplands“. Traurigerweise besteht der Ort mit 300 Einwohnern eigentlich nur aus Bettenburgen, sodass im Winter- der Hauptsaison, der Ort auf über 20.000Menschen anwachsen kann. Es ist ein typischer Winterski-urlaubsort. Auch dieses Wochenende sind uns Menschen auf Snowscooter und Skiiern entgegengekommen. Es lagen ca 15cm Schnee.
Nach sechs Spielen wurden wir vierter von sieben. Wir haben aber nicht sonderlich gut gespielt, Spaß hat es auf jeden Fall gemacht und und die Finnen machen ganz schön Lärm beim Spielen. Wir sind dann schon am Samstagabend zurück nach Alta gefahren, da keine Spiele mehr Sonntag anstanden. Zu viele Teams haben aus Angst vor Schweinegrippe ihr Kommen abgesagt. Ich fand es super schön auch mal ein wenig vom Landesinnern der Finnmark zu sehen. Fotos lade ich in dem Fotoalbum hoch. Viel Spaß beim Anschauen.
Kiitos Suomi!
_________________
*Samen: die Ureinwohner Norwegens und Finnlands. Leben hauptsächlich im Landesinneren des Nordens und haben auch heutzutage noch viel mit Rentierzucht zu tun. Sie haben ihr eigenes Parlament (in Karasjok) und sind sehr präsent hier in der Finnmark. Eine eigene Sprache sprechen sie auch-samisch/samisk- die dem Finnischen sehr ähnelt, aber nur von sehr wenigen Norwegern gelernt und gekonnt wird.
Montag, 2. November 2009
immer in Richtung Norden

„Tina, hast du Herr-der-Ringe gesehen?“ fragt mich Lars, der unseren Minibus auf der kurvenreiche Straße fährt.
„Ja klar“, antworte ich.
„An was erinnert dich das hier?“ fragt er mit einer Handbewegung auf das nun vor uns erscheinende Hammerfest. Bevor ich antworten konnte sagte er: „Mordor!“ und alle im Bus lachen. In gewisser Hinsicht stimmt das. Sehr schwarze, karge Felsen, keine Bäume und eine Ölraffinerie- die als „das dunkele Auge Mordors“ bezeichnet wurde. Nur die niedlichen, bunten norwegischen Holzhäuser hellen das Bild wieder auf.
Hammerfest- "die nördlichste Stadt der Welt"- diesen Titel trägt es fast immer mit sich. Wie mir gleich gesagt wurde stimmt das nicht, die Hammerfester wollen diesen Titel nur haben. Es existiert eine noch nördlichere Stadt: Honnigsvåg. Leider nicht so groß wie Hammerfest und deshalb oft vergessen. Meiner Meinung nach ist in Hammerfest mehr eine Stadt zu erkennen als in Alta. Es hat ein Zentrum mit einer Einkaufsstraße, einen großen Hafen und ein interessantes arktisches Museum- welches ich mir bei meinem nächsten Besuch anschauen werde. Mit ca 9.400 Einwohnern ist es aber bei weitem nicht so groß wie Alta.
Wir waren dort zu einem Freundschaft-Volleyballspiel eingeladen. Es hat viel Spaß gemacht. Auf dem Hinweg konnte ich auch die wunderbare Natur genießen. Ungefähr drei Stunden muss eingeplant werden für den Weg von Alta nach Hammerfest. Ich habe oft bei einem Blick aus dem Fenster den Gedanken gehabt: „warum leben Menschen in diesen Breitengraden?“ Es ist eine extreme Natur: Schnee und Nichts weit und breit. Und trotzdem: ein kleines, rotes Haus am Wegrand. Wir fahren 40Minuten und es kam kein Weiteres... Rentiere auf den Hochebenen habe ich auch noch gesehen. Leider habe ich vergessen meine Kamerabatterien aufzuladen, dehalb habe ich nur zwei Bilder. Ich bin mir aber sicher, dass ich noch einmal Richtung Norden fahre.
„Ja klar“, antworte ich.
„An was erinnert dich das hier?“ fragt er mit einer Handbewegung auf das nun vor uns erscheinende Hammerfest. Bevor ich antworten konnte sagte er: „Mordor!“ und alle im Bus lachen. In gewisser Hinsicht stimmt das. Sehr schwarze, karge Felsen, keine Bäume und eine Ölraffinerie- die als „das dunkele Auge Mordors“ bezeichnet wurde. Nur die niedlichen, bunten norwegischen Holzhäuser hellen das Bild wieder auf.
Hammerfest- "die nördlichste Stadt der Welt"- diesen Titel trägt es fast immer mit sich. Wie mir gleich gesagt wurde stimmt das nicht, die Hammerfester wollen diesen Titel nur haben. Es existiert eine noch nördlichere Stadt: Honnigsvåg. Leider nicht so groß wie Hammerfest und deshalb oft vergessen. Meiner Meinung nach ist in Hammerfest mehr eine Stadt zu erkennen als in Alta. Es hat ein Zentrum mit einer Einkaufsstraße, einen großen Hafen und ein interessantes arktisches Museum- welches ich mir bei meinem nächsten Besuch anschauen werde. Mit ca 9.400 Einwohnern ist es aber bei weitem nicht so groß wie Alta.
Wir waren dort zu einem Freundschaft-Volleyballspiel eingeladen. Es hat viel Spaß gemacht. Auf dem Hinweg konnte ich auch die wunderbare Natur genießen. Ungefähr drei Stunden muss eingeplant werden für den Weg von Alta nach Hammerfest. Ich habe oft bei einem Blick aus dem Fenster den Gedanken gehabt: „warum leben Menschen in diesen Breitengraden?“ Es ist eine extreme Natur: Schnee und Nichts weit und breit. Und trotzdem: ein kleines, rotes Haus am Wegrand. Wir fahren 40Minuten und es kam kein Weiteres... Rentiere auf den Hochebenen habe ich auch noch gesehen. Leider habe ich vergessen meine Kamerabatterien aufzuladen, dehalb habe ich nur zwei Bilder. Ich bin mir aber sicher, dass ich noch einmal Richtung Norden fahre.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Gullvvarm
Irgendwie habe ich mich schon immer gefragt was zwei dieser vermeintlichen "Lichtschalter" in meiner Wohnung sind, da nie eine Lampe leuchtete, wenn ich sie angeknipst habe.
Heute früh kam die Erleuchtung!! Ich stand am Waschbecken und meine Füße wurden gaaaanz warm von unten. Ich schaute runter, sah aber kein Wasserfleck oder irgend etwas was warm hätte sein können.
Was für ein Luxus: eine Fußbodenheizung!! "Gullvvarm" habe ich dann auch mal nachgeschaut- der fast abgekrazte Aufkleber hat mich vorher nie interessiert- und tatsächlich "Fußwärme". Na Mensch, der Winter kann wirklich kommen!!
Ps: Ich hatte diese wunderbare "Erleuchtung" heute früh und Bernhard in seiner Wohnung einen Rohrbruch...
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